Pressespiegel




Badische Zeitung vom 26.2.2005

Mit bei der Versteigerung, die Karl Bobeks Figurenpaar in Emmendingen halten soll: dieser Kopf von Horst Antes. FOTO: BZ

Auktion für Eva
Emmendinger Bürgeriniative
Eine Bürgerinitiative wll helfen, Karl Bobeks Figurenpaar „Eva und Borchert", das im Innenhof des Emmendinger Rathauses platzlert ist, für den Standort zu sichern. Dem Ankauf ist vom Gemeinderat zugestimmt, eine Auktion soll Jetzt einen Teil der Resücaufeumme einspielen.

Künstler und Sammler haben dafür Arbeiten zur Verfügung gestellt Verauktioniert wird junge zeitgenössische Kunst, aber auch Kunst der klassischen Moderne und einiges Ältere, Werke unter anderem vcn Olga AUenstein, Horst Antesr Fritz Boehle, Peter Drehe*, HAP Gileshaber, Ernst Wilhelm Nay, Bernd Seegebrecht, Artur Stoll und Hans Thoma. Die Auktion ist am kommenden Samstag, 5, März, von 15:30 bis 20 Uhr im Neuen Rathaus Emmendlngen. Vorbesichtigung ist vom l. bis 5. März möglich, jeweils 10-15:30 Uhr im Neuen Rathaus. BZ


Info: Die Bilder im Internet unter www.eva-und-borchert.de.




Badische Zeitung vom 23.2.2005

Rathaus wird Kunstgalerie
Auktion zu „Eva und Borchert"

EMMENDINGEN (BZ). Wie berichtet, findet am 5. März ab 15.30 Uhr eine große Kunstauktion im neuen Rathaus statt. Der Erlös dient mit zur Finanzierung von Karl Bobeks Skulpturenpaar „Eva und Borchert". Vom 1. März an können die zur Versteigerung eingereichten Werke im Rathaus besichtigt werden.

Beim jüngsten Treffen der Bürgerinitiative „Eva und Borchert" wurden die letzten Detailfragen geklärt. Die Teams für Hängung, Aufsicht und Versteigerung wurden gebildet. Inzwischen sind Kunstwerke in so hoher Zahl eingetroffen, dass das Rathaus für eine knappe Woche einer Kunstgalerie gleichen dürfte. Das Spektrum reicht dabei vom jungen, noch zu entdeckenden, bis zum international renommierten Grafiker, Maler, Bildhauer oder Fotografen. Freunde zeitgenössischer Kunst werden ebenso fündig werden, wie Liebhaber alter Stiche aus der Region. Doch „Eva und Borchert" kann man auch anders helfen: bei einer Geburtstagsfeier bat ein Ehepaar um Spenden statt um Geschenke. Stattliche 250 Euro kamen zusammen.


Info: Die Bilder im Internet unter www.eva-und-borchert.de.




Badische Zeitung vom 14.2.2005

STADTKALENDER

Für „Eva und Bordiert"
Die Bürgerinitiative „Eva und Bor-chert" trifft sich wieder am Mittwoch, 16. Februar, um 18.30 Uhr im Gasthaus „Lamm". Es geht um die Kunstauktion am 5. März von 15.30 bis 20 Uhr im Rathaus und die Vorbesichti-gungstermine in den Tagen zuvor, ebenfalls im Rathaus. Letzte Fragen der Organisation werden abgestimmt, das Team für das Hängen der Arbeiten und für die Aufsicht eingeteilt. Für das Hängen der Bilder stellt sich auch der ehemalige OB und Kunstfreund Ulrich Niemann zur Verfügung. Mehr Infos unter www.eva-und-borchert.de.




Badische Zeitung vom 11.2.2005

Erwartungen übertroffen

Kunstauktion am 5. März
EMMENDINGEN (BZ). Etwas stolz ist man schon bei der Bürgerinitiative „Eva und Borchert", der Gruppe, die sich der Kunst im öffentlichen Raum angenommen hat. Zur Benefizauktion am 5. März, um 15 Uhr im Rathaus, steht ein erstklassiges und umfangreiches Angebot zur Versteigerung.

Künstler und Sammler haben mit ihren Einreichungen schon jetzt alle Erwartungen übertroffen. Neben moderner Kunst von Hayek, Stoll, Nay, Alt, Gia-cometti, Dreher, Staeck und vielen, vielen anderen, finden sich auch zwei signierte Lithografien von Hans Thoma (1839 bis 1924), der in Bernau geboren, seinen Durchbruch 1890 im Münchner Kunstverein hatte. Für den Liebhaber alter Stiche ist ebenfalls einiges geboten. Er hat die Qual der Wahl unter etlichen Ansichten aus unserer Region. Am 28. Februar werden die Arbeiten ins Rathaus gehängt und können dann in den Tagen vor der Auktion besichtigt werden.




Emmendinger Tor vom 26.1.2005

Bürgerinitiative „Eva und Borchert"
Vorbereitungen für Ausstellung und Auktion im März laufen

(rgH) - Kürzlich tagte die Bürgerinitiative „Eva und Borchert" im Gasthaus „Lamm". Hauptthemen waren die Kunstausstellung und die Benefizauktion in der ersten Märzwoche. Fragen zur Organisation, Finanzierung und Arbeitseinteilung wurden behandelt. Und natürlich lag das Hauptaugenmerk bei der vorläufigen Bilanz der bis dato eingereichten Werke. Namen großer Künstler, die sich entweder selbst oder über Sammler einbringen konnten, registriert werden. Otmar Alt, Hap Grieshaber, Horst Antes, HM Erhardt, Peter Dreher, Axel Knopp, Nikolaus Störtenbecker, die Kulturpreisträger Margret Thomann-Hegner und Ernst Thomann, um nur einige zu nennen.

Erstmals bewusst wurde den Mitgliedern der Initiative an diesem Abend auch, dass es einigen Einreichern gar nicht so sehr um den speziellen Sachverhalt bei Karl Bobeks „Eva und Borchert" und deren Finanzierung geht. Diesen Künstlern und Sammlern geht es einfach darum, das in Emmendingen vehement vorhandene Engagement für die Kunst zu unterstützen. Der Kunst soll Raum geschaffen und erhalten bleiben, auf den Plätzen der Stadt und damit in den Herzen ihrer Bürger.




Badische Zeitung vom 22.1.2005



PETER THOMANN, Fotograf beim Magazin „Stern" beteiligt sich neben zahlreichen Künstlern ebenfalls an der Kunstauktion der Bürgerinitiative „Eva und Borchert" am 5. März Im Rathaus.

foto: peter thomann




Badische Zeitung vom 18.1.2005

Raum für die Kunst

Bl „Eva und Borchert" plant

EMMENDINGEN (BZ). Die geplante Benefizaktion in der ersten Märzwoche beschäftigt die Bürgerinitiative „Eva und Borchert". Fragen zur Organisation, Finanzierung und Arbeitseinteilung wurden beim jüngsten Treffen behandelt.

Zahlreiche Namen großer Künstler, die sich entweder selbst oder über Sammler in die Ausstellung einbringen, konnten bereits registriert werden: Otmar Alt, Hap Grieshaber, Horst Antes, HM Erhardt, Peter Dreher, Axel Knopp, Nikolaus Störtenbecker, sowie die Kulturpreisträger Margret Thomann-Hegner und Ernst Thomann. Vielen Einreichern gehe es dabei nicht so sehr um den speziellen Sachverhalt bei Karl Bobeks „Eva und Borchert" und deren Finanzierung. Diesen Künstlern und Sammlern gehe es darum, das in Emmendingen vehement vorhandene Engagement für die Kunst zu unterstützen. Der Kunst soll Raum geschaffen und erhalten bleiben, auf den Plätzen der Stadt und damit in den Herzen der Bürger.




Badische Zeitung vom 15.1.2005

Kunst aus Israel für „Eva und Borchert"

EMMENDINGEN (BZ). Selbst aus Israel kommt Unterstützung für die Emmendinger Bürgerinitiative, die sich für das Skulpturenpaar im Innenhof des Rathauses einsetzt. Zur Kunstauktion am Samstag, 5. März, gibt es nun auch ein farbenfrohes Aquarell. Es stammt von Johanan Ben-Jaacov, einem mehrfach ausgezeichneten Künstler. 1933 vor den Nazis nach Israel geflohen, erhielt er seine Ausbildung an der Bezalel-Kunstschule in Jerusalem. Neben allen anderen Originalen wird das Bild vor der Versteigerung im Rathaus ausgestellt. Infos auch im Internet unter www.Eva-und-Borchert.de.




Badische Zeitung vom 8.12.2004

Auktion mit Antes und HAP Grieshaber

EMMENDINGEN (BZ). Die Kunstauktion am Samstag, 5. März 2005, im Rathaus war Hauptthema beim Treffen der Bürgerinitiative „Eva und Borchert" im Gasthaus „Lamm" am vergangenen Donnerstag. Zu dieser Auktion, deren Erlös der Skulpturengruppe im Rathaushof dienen soll, sind Künstler und Sammler aus der Region eingeladen. Eine erste Sichtung der Einreichungen ergab Erstaunliches. Emmendingen und die Initiative werden Kunst von internationalem Rang zum Ersteigern bieten können. Vorab genannt seien jetzt nur die Namen von Horst Antes und HAP Grieshaber. Weitere - das ist bereits sicher - werden folgen. Zur Auktion wird eine Internetseite erstellt, die Kaufinteressenten als Informationsquelle dienen soll. Darüber hinaus plant die Bürgerinitiative eine Ausstellung der Versteigerungsangebote im Erdgeschoss des Rathauses.




Emmendinger Tor vom 8.12.2004

Ausstellung im Emmendinger Rathaus geplant

Große Kunstauktion für Eva und Borchert

(rgMu) - Die Kunstauktion im Rathaus am Samstag, 5. März kommenden Jahres, war Hauptthema beim Treffen der Bürgerinitiative im Gasthaus „Lamm" vergangenen Donnerstag. Zu dieser Auktion, deren Erlös der Skulpturengruppe im Rathaushof dienen soll, sind alle Künstler und Sammler aus der Region willkommen.
Eine erste Sichtung der Einreichungen ergab Erstaunliches. Emmendingen und die Initiative werden Kunst von internationalem Rang zum Ersteigern bieten können. Vorab genannt seien nur die Namen von Horst Antes und HAP Grieshaber. Weitere - das ist bereits sicher - werden folgen.
Zur Auktion wird eine Internetseite erstellt, die Kaufiteressenten als Informationsquelle dienen soll. Darüber hinaus plant die Bürgerinitiative Eva und Borchert eine Ausstellung der Versteigerungsangebote im Erdgeschoss des Emmendinger Rathauses.




Badische Zeitung vom 11.6.2004

„Eva und Borchert" sind eingebürgert

Stadt kauft Skulpturengruppe

EMMENDINGEN (wal). „Ich freue mich wahnsinnig und es gibt viele die sich Ebenfalls freuen", kommentierte OB Ulrich Niemann die überraschend eindeutige Entscheidung des Gemeinderates, die Figurengruppe „Eva und Borchert" nun doch zu kaufen. Nur vier Räte stimmten am Dienstagabend dagegen, vier enthielten sich der Stimme.

Den Ausschlag gegeben für den Schwenk des Gremiums, das es noch im Februar abgelehnt hatte, den Ankauf der Skulptur von Karl Bobek über eine städtische Bürgschaft zu finanzieren, hat ein neu ausgehandelter Vertragsentwurf. Zwar bleibt der Kaufpreis 64000 Euro, doch ein Zahlungsziel ist ausdrücklich nicht mehr zeitlich fixiert. „Sobald als möglich", soll die Stadt demnach die komplette Summe überweisen, zunächst genügen 20000 Euro. Sobald mindestens 32000 Euro bezahlt sind, wird die Stadt Eigentümer an der Figur „Borchert", Eva folgt bei Begleichung der Restsumme. Rund ein Drittel des Kaufpreises hat die Bürgerinitiative, die sich um den Kulturkreis gebildet hatte, bekanntlich bereits über Spenden beisammen. Ein anonymer Gönner will künftig sogar für jeden gespendeten Euro (bis zur Höchstsumme von 5000 Euro), aus eigener Tasche 50 Cent dazugeben (die BZ berichtete).

Das große Engagement der Bürgerinitiative, für das sich OB Niemann ausdrücklich bedankte, machte auf die Gemeinderäte sichtlichen Eindruck. „Einige Bedenken sind damit ausgeräumt", sagte Thomas Fechner (SPD) und sein Fraktionskollege Johannes Fechner wertete „dieses sehr gute Ergebnis für die Stadt" auch als eine „Chance für den verein, nun in Ruhe das restliche Geld zusammen zu tragen". Barbara Ludwig (CDU) warb dafür, das große Bürgerengagement nicht zu enttäuschen. Bernd Müller-Bütow (FDP) ging sogar noch einen Schritt weiter: Die Stadt dürfe sich trotz der eindrucksvollen Spendenbereitschaft nicht aus der Verantwortung stehlen und müsse auch einen eigenen Beitrag leisten.




Badische Zeitung vom 18.5.2004

Eva und Borchert
Unter dem Titel "Frühlingsspektakel" für und mit "Eva und Borchert" findet am 22. Mai um 20 Uhr im Rathausinnenhof eine weitere Benefiz-Veranstaltung für den Verbleib der Skulpturen von Karl Bobek statt. Klassische Lieder und Arien, Gedichte und unpassende Bemerkungen mit Wolfgang Glasenapp, Tenor; Szolt Nemeth, Klavier; Wolfgang Geier, Moderation.




Badische Zeitung vom 26.4.2004

Eine vereinnahmende Annäherung

Jahresausstellung Emmendinger Künstler für die Finanzierung von "Eva und Borchert"
EMMENDINGEN.

Foto:Michael Haberer


Das Rathaus ist vor allem ein Verwaltungsapparat. Das heißt: es gibt Unmengen von Formularen. Die sind zurzeit im neuen Rathauses zu sehen. Sie hängen in einem Plastikband über den Köpfen der Foyerbesucher. Ein Formular ist ausgefüllt: der ?Einbürgerungsantrag für Eva und Bordiert". Die schwebende Installation von Werner Tegeler ist Teil der Jahresausstellung der Emmendinger Künstler, die Oberbürgermeister Ulrich Niemann am Samstag eröffnete.

Thema und Ziel der Ausstellung reißt Tegeler an: Die Antworten auf Eva und Borchert" von elf Künstlern sollen helfen, das fehlende Geld für das gleichnamige Figurenensemble im Rathausinnenhof aufzutreiben. Bislang hat die Bürgerinitiative 20000 Euro, und damit etwa ein Drittel des Preises, für den Kauf der beiden Skulptureh von Karl Bobek gesammelt.

Angesichts des vielfältigen Engagements von Bürgerinitiative und Kulturkreis, meinte Niemann bei der Vernissage, bestehe kein Zweifel, dass der Rest der Kaufsumme auch noch zusammenkommt. Viel Einsatz ist nötig, zumal der Gemeinderat es abgelehnt hat, eine Bürgschaft dafür zu übernehmen. Der Samstag erwies sich jedoch nicht als guter Tag für die Bürgerinitiative, um neue Geldquellen zu erschließen und Bürgen aufzutun. Denn an ihrem Informationsstand mit Speis' und Trank tat sich nicht viel. Werben können die künstlerischen Inspirationen, die sich von verschiedenen Seiten und mit unterschiedlichen Materialien den Skulpturen nähern.

Schriftlich tut das Professor Hans Martin Erhardt, dessen handschriftliche Interpretation des Kunstwerks in Großformat zu sehen ist. Ein Aspekt davon ist die Skizze der Zeitverhältnisse", die er in den rostfarbenen Metallplastiken mit der zerfurchten und zerklüfteten Außenhaut sieht. Einen freudigen Ton bringt Yutta Saftien an das Ensemble, indem sie die beiden mit grüner Stoffgirlande im Boden verwurzelt. Nicht ganz so positiv wirkt die von Erdfarben dominierte Annäherung" in Mischtechnik auf Holz von Wolfgang Waltensperger, die im Foyer zu sehen ist. Der Virtuose im Malen und Gestalten, wie auch im Wahlkampfspiel, demonstriert hier wieder einmal, dass er mehr ist als ein "Pseudokünstler".

Monika Baltes stellt in Aciyl die Frage: "Wohin -was bleibt", ohne dass die Hintergrundschrift oder die rostfarbenen Schemen der Figuren eine Antwort andeuteten. Wolfgang Berthold hat sich für das Preis-Leistungsverhältnis seiner Aquarelle etwas Besonderes einfallen lassen: Auf jedem der beiden Bilder sind die Figuren mit 36000 Tuschestrichen hinterlegt und jeder Strich kostet den Käufer und bringt somit der Bürgerinitiative: ein Cent. Die Pastellbilder von Rolf Brauchte im Treppenaufgang zeigen die Figuren und Eindrücke der Landvogtei im lieblichen Strich, wie auch die kleinformatigen, farbenfrohen Acrylbilder und Zeichnungen von Anja Kostka optimistisch gestimmt sind.

Die verschränkten und farblich zurückhaltenden Strukturen in Ralph Görtiers "Takes two to Tango" zeigen einen Grad der Abstraktion, dass sie ohne das Thema der Ausstellung nicht mehr zu ergründen sind. Da machen es die Fotos vom Rathausinnenhof von Hans Kopp und der Mix aus Aciyl und Latex von Carmen Gukelberger dem Betrachter schon leichter.

Michael Haberer


Info: Die Ausstellung ist bis zum 21. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.




Emmendinger Tor vom 21.4.2004

Ab kommendem Samstag im Emmendinger Rathaus
Künstler stellen zugunsten von "Eva und Borchert" aus
(fkBr) - ?Antworten auf Eva und Borcherf ist das Thema der Jahresausstellung der Emmendinger Künstler, die am kommenden Samstag, 24. April, um 11 Uhr im Foyer des Rathauses eröffnet wird und bis 21. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen ist. Zwölf Künstler sind dem Vorschlag von Kulturkreis und Kulturamt gefolgt und haben sich von Karl Bobeks Skulpturen im Innenhof des Rathauses inspirieren lassen. Leuchtende Acrylbilder von Monika Baltes, Zeichnungen von Wolfgang Berthold, Pastellbilder von Rolf Brauchte, Interpretationen von Prof. Hans Martin Erhardt und ein Bild von Ralph Görtier gehören dazu. Patrick Groß baut im Foyer eine Installation auf. Carmen Gukelberger nähert sich malerisch, Hans Kppp zeigt Fotos vom Rathausinnenhof, Anja Kostka zeigt neun Zeichnungen. Yutta Saftien umgibt Eva und Borchert mit einer Installation. Werner Tegeler lässt ein Band aus Rathausformularen über den Köpfen schweben, in dem sich auch ein "Einbürgeruhgsantrag für Eva und Borchert" befindet. Wolfgang Waltensperger steuert ein großes Bild bei. Alle Freunde der Kunst sind willkommen.




Badische Zeitung vom 19.2.2004

Ziel ist, die Bürde der Stadt durch Spenden weiter zu verringern

Kämpft weiter für
"Eva und Borchert":
der Sprecher der Interessengemeinschaft Kultur,
Fritz Kendel.

FOTO:
SYLVIA-KARINA JAHN

bz- interview mit Fritz Kendel, Sprecher der Interessengemeinschaft Kultur, über die Folgen der gescheiterten Finanzierung für die Skulptur "Eva und Borchert"

EMMENDINGEN. Die Interessengemeinschaft Kultur gibt nicht auf. "Eva und Borchert" sollen auch nach dem ablehnenden Votum des Gemeinderates zum Finanzierungsvorschlag der Stadtverwaltung nicht "ausgebürgert" werden. Wie die Skulptur im Rathaus-Innenhof doch noch für die Stadt gerettet werden könnte, darüber sprach BZ-Redakteur Gerhard Waiser mit IG-Sprecher Fritz Kendel.

BZ: Der Gemeinderat hat den Vertragsentwurf für den Ankauf des Kunstwerks mehrheitlich zurückgewiesen. Sehen Sie da überhaupt noch eine Chance für einen Stimmungswandel?
Kendel: Zunächst einmal brauchen wir eine neue Geschäftsgrundlage. Der Gemeinderat war ja grundsätzlich für die Aufstellung, scheute jedoch angesichts der Haushaltslage die mit der Finanzierung verbundenen Verpflichtungen. Sicher ist, dass im Gemeinderat ein neuer Vorstoß in modifizierter Form kommen wird. Klargemacht werden soll darin,dass die Stadt noch stärker als bisher finanziell entlastet wird und sich die Bürger noch stärker engagieren.


BZ: Was konkret hat die jüngste Gesprächsrunde, zu der die IG Kultur eingeladen hatte, denn ergeben?
Kendel: Für mich besonders erfreulich war die Gründung einer Bürgerinitiative für Eva und Borchert. Eine Bürgerinitiative muss ja nicht immer gegen etwas sein, sie kann sich auch für eine Sache engagieren, in diesem Fall für Kunst. Die 20 Anwesenden, darunter auch Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen, haben auch das von Barbara Ludwig vorgeschlagene Motto einhellig akzeptiert: "Jetzt erst recht". Ziel ist, noch intensiver weitere Spenden einzuwerben und auch einige Hauptsponsoren zu gewinnen, die in der ersten Reihe stehen. Eine andere Möglichkeit, die angeregt wurde, war, auch private Bürgschaftserklärungen zu ermöglichen, die die Bürde der Stadt verringern helfen. Jede eingehende Spende könnte diese Belastung dann weiter senken und immerhin ist schon innerhalb
eines Jahres fast ein Drittel des Kaufpreises von 64.000 Euro durch Spenden gesichert.

BZ: Der Kaufpreis ist nicht mehr weiter verhandelbar?
Kendel: Anerkannte Fachleute haben uns den Preis als angemessen bestätigt. Er ist solide und geht in Ordnung. Der Eigentümer der vom Bildhauer Karl Bobek geschaffenen Skulptur hat immerhin das Risiko des Aufstellens getragen und weder Leihgebühren noch Zinsen verlangt. Ich glaube nicht, dass es hier noch Spielraum gibt. Man muss auch eines Bedenken: Als das neue Rathaus gebaut wurde, hatte man auf die "Kunst am Bau" verzichtet. Üblicherweise werden dafür zwei Prozent der Bausumme veranschlagt. Das wären etwa 240.000 Euro. So gesehen, ist es ein Glücksfall, dass sich die Stadt damals davor gedrückt hatte. Für den Bruchteil dieser Summe bekommen wir ein Kunstwerk, das wirklich bedeutend ist.

BZ: Gab es bei dem Treffen weitere Ideen fär Veranstaltungen oder Aktionen?
Kendel: Die Mitgliedsvereine der Interessengemeinschaft Kultur planen eine Reihe von eigenen Benefizveranstaltungen oder werden sich an Aktionen anderer beteiligen. Der Kulturkreis etwa lädt in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Emmendinger Künstlerinnen und Künstler ein, sich im Rahmen einer Ausstellung im Rathaushof und im Foyer mit dem Thema auseinander zu setzen und eigene "Antworten auf Eva und Borchert" zu geben. Es gibt ganz unterschiedliche Ideen. Der FC Emmendingen will ein Benefizspiel veranstalten, der Tennisclub "Grün Weiß" plant sportliche Wettkämpfe zugunsten der Skulptur. Die Unterstützung ist breit angelegt und das ist gut für Emmendingen.